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Spielbericht

Finnland gewinnt das WM-Auftaktspiel gegen Deutschland mit 3-1

Hockey Worlds · 2026-05-15

Jesse Puljujärvi erzielte das entscheidende Tor im Schlussdrittel, als Finnland die IIHF-Weltmeisterschaft 2026 am Freitag mit einem 3-1 gegen Deutschland eröffnete. Das finnische Powerplay traf in der Swiss Life Arena in Zürich zweimal.

Anton Lundell steuerte ein Tor und einen Assist bei, Aatu Räty traf einmal. Kapitän Aleksander Barkov verbuchte in seinem ersten offiziellen Spiel seit dem Stanley-Cup-Sieg seiner Florida Panthers gegen Edmonton 2025 einen Assist. Teuvo Teräväinen legte zweimal auf. Stefan Loibl erzielte den einzigen deutschen Treffer.

Mit ihrer gewohnt defensiven Spielweise dominierten die Finnen das Schussverhältnis mit 24-17. Deutschland gelang es nicht, die zahlreichen finnischen Strafen im Mitteldrittel auszunutzen, und das war letztlich entscheidend.

Barkovs Rückkehr war eine der zentralen Geschichten. Der 30-jährige Superstar, der Finnland 2014 in Sotschi als 18-Jähriger vertreten hatte, wollte eigentlich bei den Olympischen Spielen in Mailand spielen, fiel aber nach einer Knieoperation die ganze Saison aus. Der zweifache Stanley-Cup-Sieger und dreifache Selke-Trophy-Gewinner führt nun Finnland in der Schweiz an. Coach Antti Pennanen bildete eine erste Reihe mit Barkov, Teräväinen und Genève-Servettes Sakari Manninen, der 2022 das entscheidende Overtime-Tor gegen Kanada erzielte, als Finnland in Tampere zu Hause WM-Gold holte. Der 34-jährige Manninen war zuletzt 2023 bei einer WM dabei.

Justus Annunen, in Nashville Backup hinter Olympia-Stammkeeper Juuse Saros, gewann sein WM-Debüt mit 16 Paraden. Der deutsche NHL-Routinier Philipp Grubauer kam auf 21 Saves.

Finnland traf in der 9. Minute (8:33) zum ersten Mal im Powerplay. Aus dem hohen Slot nahm Lundell einen Pass von Teräväinen an und hob den Puck über Grubauer, der im Butterfly auf den Knien lag. Teräväinen teilte sich im Vorjahr mit zehn Assists die Tabellenführung der WM-Vorlagengeber und hatte einmal einen Einzelspiel-WM-Rekord mit sechs Assists gegen Slowenien aufgestellt.

Das Mitteldrittel hatte einige wilde Szenen. Im deutschen Drittel drehte sich Moritz Seider blitzschnell und kratzte den Puck nach einem Gewühl von der Torlinie. Wenig später kassierte Finnland eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis, doch Manninen scheiterte in Unterzahl auf einem halben Konter an Grubauer. Deutschland verschenkte das nächste Powerplay, nachdem Nikolas Matinpalo den heranstürmenden Dominik Kahun mit einem Stockcheck zu Fall brachte. Kahun rutschte hart in die Bande, konnte aber weiterspielen.

Im Schlussdrittel erhöhte Puljujärvi nach 3:05 im Powerplay auf 2-0. Teräväinen spielte einen Cross-Ice-Pass durch, Barkov ließ den Puck am Torraum zwischen den Beinen durch, und Puljujärvi versenkte ihn auf Grubauers Fanghandseite. Der frühere NHL-Profi, in seiner dritten WM, spielt heute mit Manninen in Genf.

Loibl verkürzte in der 9. Minute (8:09), indem er von der blauen Linie nach innen zog und einen Pass von Leon Gawanke an Annunen vorbei drosch.

Räty antwortete in der 16. Minute (15:25) mit seinem ersten WM-Tor der Karriere. Nach einem Fehlpass von Leon Hüttl in der eigenen Zone schnappte sich Saku Mäenalanen den Puck und legte für den Vancouver-Stürmer im Slot auf. Deutschlands Trainer Harald Kreis zog Grubauer in den letzten Sekunden für einen sechsten Feldspieler, doch Finnland hielt den Vorsprung.

Finnland gewann nun vier WM-Spiele in Folge gegen Deutschland und bleibt in den 2020er-Jahren ungeschlagen. Beim letzten Aufeinandertreffen 2023 setzte sich Finnland in Tampere mit 4-3 durch, Mikko Lehtonen traf im Schlussdrittel. Deutschlands beste jüngste Bilanz gegen Finnland stammt aus dem Jahr 2021, als man sowohl in der Vorrunde als auch im Halbfinale jeweils mit 1-2 gegen den späteren Vize-Weltmeister verlor. Seider wurde damals zum besten Verteidiger und ins All-Star-Team gewählt.

Finnland tritt am Samstag in der Swiss Life Arena gegen Ungarn an. Deutschland hat einen Tag Pause, bevor es am Sonntag gegen Lettland geht.